Fünf Fragen an KaschKasch

Vielseitigkeit charakterisiert die Arbeit des Designstudios kaschkasch. Möbel, Lichtdesign und Art Direction für die unterschiedlichsten nationalen und internationalen Kunden lassen das Portfolio der beiden Designer Florian Kallus und Sebastian Schneider in eine beachtliche Bandbreite wachsen. In ihrem Kölner Studio haben wir kaschkasch zum Interview getroffen, über ihre Entwurfsmethoden gesprochen und uns die Details ihres neuen Funktions-Sofa 137 für freistil Rolf Benz zeigen lassen.

1. Ihr habt direkt nach dem Studium euer eigenes Designstudio kaschkasch gegründet. War es für Euch schwierig in der Szene Fuß zu fassen und Aufträge zu bekommen?
Super schwer. Wir sind einige Jahre in Vorleistung gegangen & haben Entwürfe gemacht, Prototypen gebaut & an Ausstellungen/Messen teilgenommen. Wir haben step by step unsere Zusammenarbeit entwickelt & versucht das Designgame zu verstehen und dort Fuß zu fassen. Nach drei Jahren waren wir das erste Mal richtig frustriert weil alles unglaublich lange dauert, wenn man von Lizenzen leben möchte. Rückblickend kann ich gar nicht mehr sagen, wie wir es geschafft haben uns immer & immer wieder zu motivieren :). Aber es hat sich gelohnt dran zu bleiben. Heute arbeiten wir in einem kleinen Team an wirklich tollen & vielseitigen Projekten von klein bis groß (Möbelgriff bis Polstermöbel/ Kastenmöbel).

2. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit freistil Rolf Benz?
Wir sind bereits seit einigen Jahren im Austausch über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Rolf Benz & auch freistil. Nachdem wir 2019 das erste Sofa mit freistil vorstellen konnten, haben wir darauf hin mit den Erfahrungen & Ideen aus diesem Projekt dann gemeinsam ein Briefing für die 137 entwickelt. Wir versuchen mit unseren Kooperationspartnern immer einen Austausch auf Augenhöhe zu finden, um sehr direkt über Dinge diskutieren zu können. Das machen wir auch im Prozess miteinander bzw. im Team.

,,Alle drei Funktionen sind formal und ästhetisch auf Augenhöhe.“

3. Welche Vorgabe habt Ihr von freistil Rolf Benz bekommen? Was war für Euch das Besondere am Prozess ein Schlafsofa zu gestalten?
Es gab ein Briefing zu genau diesem Thema. Ein unkompliziertes modernes Schlafsofa zu entwerfen welches unsere Handschrift trägt. Uns war besonders wichtig ein Schlafsofa zu entwerfen, welches in allen Positionen (schlafen, sitzen, abhängen) gleichermaßen gut aussieht & funktioniert.

4. Welche Wohnsituationen hattet Ihr im Sinn als ihr das 137 entworfen habt?
Das Sofa 137 ist das Chamäleon unter den Schlafsofas. Es funktioniert im Prinzip in jedem Wohnumfeld. Egal ob es die kleine Stadtwohnung ist, die Altbauwohnung der jungen Familie oder das Gästezimmer….

5. Wie sieht Eurer Meinung nach die Zukunft des Wohnens aus? Gibt es Entwicklungen, die Ihr in Euren Entwürfen berücksichtigt?
Florian: Aktuell, auf Grund von Covid-19, wird viel gewohnt. Leute sind zu Hause & viele mehr denn je. Ich denke es geht um Vielseitigkeit & Flexibilität. Ich selbst kann viele Dinge gut im Stehen (höhenverstellbarer Arbeitstisch) erledigen aber auch von der Couch aus lässt es sich manchmal gut arbeiten. Wohnlichkeit zieht auch ins Arbeitsumfeld & Elemente des Arbeitens kommen auch im Wohnen zu tragen.

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kaschkasch